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Auch wenn es
noch so schön sein mag - Dekoration mit Schnittblumen ist leider nicht von
Dauer. Nach einigen Tagen oder in seltenen Fällen wenigen Wochen schaffen es die
Pflanzen nicht mehr, ohne Wurzel oder Knolle weiter zu leben.
Doch es gibt einige Tricks, mit denen man Schnittblumen doch noch ein wenig
länger am Blühen halten kann. Die wichtigsten Pflegetipps haben wir für Sie
zusammen gestellt:
Schräger
Anschnitt
Durch das
schräge Anschneiden des Stiels wird die Fläche, die Wasser aufnehmen kann
vergrößert. Dies hat gleich noch einen zweiten Vorteil: Die Bahnen, die das
Wasser im Stiel zur Blüte leiten, werden dank der größeren Fläche auch weniger
schnell durch Mikroorganismen verstopft, was wiederum zu einer längeren,
problemlosen Wasseraufnahme beiträgt.
Tipp:
Messer eignen sich zum Anschneiden besser als Scheren, da letztere die
Leitbahnen zerquetschen und somit das Gegenteil bewirken!
Vorsicht:
Bei Blumen mit Knoten im Stiel diese Knoten nicht durchschneiden! Außerdem
eignet sich die Methode insgesamt eher für trockene Stiele, wie etwa die
von Rosen oder Nelken. Bei Blumen mit wässrigem Stiel - beispielsweise Tulpen -
ist ein gerader Anschnitt besser.
Ausschleimen
Einige Blumen
wie etwa Narzissen oder Hyazinthen sondern aus dem abgeschnittenen Stiel einen
Schleim ab, der Giftstoffe enthält und außerdem die Wasserleitbahnen verstopft.
Daher ist es ratsam, diese Blumen zunächst für ein paar Stunden in ein
separates, mit Wasser gefülltes Gefäß zu stellen, wo sie diesen Schleim
absondern können. Danach können sie - gern auch zusammen mit anderen Blumenarten
- mit frischem Wassern in die eigentliche Vase gestellt werden.
Das richtige Wasser
Das Wasser in
der Vase sollte idealerweise alle zwei bis drei Tage ausgewechselt werden, da es
ansonsten zu wenige Nährstoffe und zu viele schädliche Mikroorganismen enthält.
Bei der Gelegenheit ist ein kurzes Auswaschen der Vase ebenfalls ratsam.
Die meisten
Blumen mögen beim Wasser am liebsten Temperaturen, die minimal über unserer
Körpertemperatur, also bei etwa 40°C liegen.
Zu viele Sauerstoffblasen im Wasser wirken sich ungünstig auf die Lebensdauer
von Schnittblumen aus. Daher solle man das Wasser langsam und schräg in die Vase
laufen lassen und am besten noch einen Augenblick stehen lassen.
Vorsicht:
Blumen sollten nicht zu tief im Wasser stehen. Besonders Stiele mit einem hohen
Flüssigkeitshaushalt – wie etwa bei Tulpen – neigen ansonsten dazu, sich
aufzurollen.
Wasserzusätze mit Nährstoffen
Spezielle
Zusätze, die es im Blumenladen zu kaufen gibt, sind durchaus sinnvoll. Sie
wirken gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen reichern sie das Wasser mit für
die Blumen wertvollen Nährstoffen an und zum anderen enthalten sie in der Regel
auch Mittel, die die Bildung von Bakterien im Wasser verhindern.
Untere Blätter entfernen
Bei Blumen
mit vielen Blättern am Stiel sollten diese unbedingt soweit entfernt werden,
dass keine Blätter mehr ins Blumenwasser reichen. Diese würden ansonsten faulen
und die Qualität des Wassers enorm verschlechtern. Auch herab gefallene
Blütenblätter sollten umgehend aus dem Wasser gefischt werden, da sie denselben
Effekt verursachen. |