Schönes Geschirr - Von
Steingut bis Porzellan
Geschirr und insbesondere Teller in der Form, wie
wir sie heute kennen, gibt es noch nicht so lange
wie manch einer vermuten mag.
Natürlich nutze man schon sehr früh Gefäße und
Unterlagen zum Essen und Trinken, aber die damaligen
Utensilien waren von der heutigen Form noch weit
entfernt.
In der Antike beispielsweise nutzte man
hauptsächlich Trinkgefäße aus Metall und als
„Teller“ Unterlagen aus Holz oder eben auch aus
verschiedenen Metallen. Diese besaßen allerdings
keine Vertiefung in der Mitte, so wie es unsere
Teller heute tun.
In China wurde bereits im siebten Jahrhundert die
Kunst der Porzellanherstellung praktiziert.
Allerdings war die Art der Herstellung lange Zeit
ein sehr gut gehütetes Geheimnis, welches die
Europäer erst sehr viel später entschlüsselten.
Insofern waren Geschirr und auch Vasen und ähnliche
Dinge im alten China bereits sehr früh verbreitet.
Meißner Porzellan - Vorreiter in
Europa
Erst im Jahr 1708 gelang es in Europa, genauer
gesagt in Meißen, erstmalig, Porzellan herzustellen.
So kam es, dass der Siegeszug des Porzellans auch in
Europa begann. Allerdings blieb die Produktion bis
Mitte des 19. Jahrhunderts hauptsächlich in Meißen,
da es zwar verschiedene Konkurrenten gab, die sich
allerdings meist nicht lange hielten. So kam es,
dass vor allem der Name Meißen noch heute mit
hochwertigem Porzellan in Verbindung gebracht wird
und das Markenzeichen, die zwei gekreuzten
Schwerter, fast jedem ein Begriff sind.
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Allerdings waren Teller und andere Stücke aus
edlem Porzellan zur Zeit der Entstehung erst
einmal ausschließlich dem Adel und den gut
betuchten Patriziern vorbehalten und das
einfache Volk nutzte weiterhin Geschirr aus
weniger teuren Materialien, wie Metall, Holz und
auch Steingut, dessen Herstellung lange vor der
des Porzellans bei uns in Europa verbreitet war.
Doch nach und nach hielt Geschirr aus Steingut
und Porzellan auch in den Alltag der einfachen
Menschen Einzug und wurde in der Neuzeit mehr
und mehr zur Massenware.
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Geschirr für jeden
Anlass und Geldbeutel
Heutzutage kann man schon für einen sehr kleinen
Preis ein komplettes Tafel- oder Kaffeeservice
erstehen, welches durchaus nicht von schlechter
Qualität sein muss.
Gerade im Bereich Geschirr ist die Auswahl beinahe
ebenso groß wie die Preisspanne bei den einzelnen
Produkten und Anbietern. Natürlich ist es durchaus
so, dass man bei vielen Produkten auch einfach den
Namen des jeweiligen Herstellers zu einem großen
Teil mitzahlt, aber es gibt durchaus Unterschiede in
der Qualität. Sowohl bei Porzellan, als auch bei
Steingut und Steinzeug.
Unterschiede bei Steingut, Steinzeug und Porzellan
Was übrigens vielen nicht bewusst ist, ist der
Unterschied zwischen Steingut und Steinzeug.
Der grundsätzliche Unterschied liegt in der
Brenntemperatur, die bei Steingut deutlich niedriger
liegt als bei Steinzeug. Das führt dazu, dass
Steingut unglasiert nicht porös bleibt und nicht
wasserdicht ist. Darum ist Geschirr aus Steingut
grundsätzlich immer glasiert. Ein Vorteil der
niedrigeren Brenntemperatur liegt allerdings darin,
dass sich Steingut aus diesem Grund besonders gut
für die Unterglasurmalerei eignet, denn die Farben
behalten bei niedrigeren Temperaturen eher ihre
Leuchtkraft. Allerdings kommt es häufig vor,
dass Steingut nach einer gewissen Gebrauchszeit
feine Äderchen in der Glasur aufweist, die daher
rühren, dass das Material weiter arbeitet.
Bei Porzellan liegt der
Unterschied vor allem in der Härte, die aus
Brenntemperatur und Zusammensetzung resultiert, und
in Glasur und Bemalung. Viele Firmen unterscheiden
ihre Erzeugnisse in 1., 2. oder auch 3. und 4. Wahl.
Die genauen Kriterien werden dabei allerdings
firmenintern festgelegt und es ist nicht gesagt,
dass 4. Wahl wirklich schlecht sein muss, da die
Herstelleransprüche bezüglich Qualität und
Genauigkeit oft deutlich höher liegen, als die der
Verbraucher.
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