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Kerzengießen
ist ein Hobby, das viele Menschen in seinen Bann zieht. Kein Wunder, denn der
eigenen Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt!
Allerdings
sollte man die Arbeit mit heißem Wachs auch nicht unterschätzen. Wer unachtsam
ist, kann sich leicht verbrennen. Darum sollten einige Punkte beachtet werden,
bevor man seiner Fantasie freien Lauf lässt:
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Schmelzen
Sie Ihr Wachs nur im Wasserbad, nicht direkt im Topf auf dem Herd. Das Wachs
könnte sonst zu heiß werden und anfangen zu brennen!
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Falls es
doch dazu kommen sollte, dass sich das Wachs entzündet, löschen Sie es
niemals mit Wasser! Halten Sie einen nassen Lappen oder einen Deckel bereit,
um die Flammen zu ersticken.
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Legen Sie
sich alle Arbeitsmaterialien vor Beginn zurecht, damit Sie nicht im Eifer
des Gefechts hektisch werden und sich mit flüssigem Wachs verbrühen.
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Tragen
Sie alte Kleider und schützen Sie den Arbeitsbereich vor Verschmutzung durch
Wachs, zum Beispiel indem Sie ihn mit Zeitungen auslegen.
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen
kann dem Spaß am neuen Hobby eigentlich nichts mehr im Wege stehen.
Beim Kerzengießen gibt es sehr
viele verschiedene Materialien und Methoden, mit denen Sie arbeiten können. Die
wichtigsten stellt Ihnen das Team von Dekoration.de im Folgenden kurz vor:
Wachse: Stearin, Paraffin oder
Bienenwachs?
Paraffin ist zum Kerzengießen
sehr gut geeignet, da es schnell flüssig wird und außerdem relativ günstig ist
in der Anschaffung. Stearin ist zwar auch sehr gebräuchlich, weil es eine sehr
gute Brennqualität hat, allerdings benötigt es etwas höhere Temperaturen um zu
schmelzen. Am teuersten und am schwierigsten in der Verarbeitung ist
Bienenwachs. Jedoch hat dieses Material auch einen sehr angenehmen, natürlichen
Duft.
Für welche Art von Wachs man sich schließlich entscheidet, muss anhand der
eigenen Erfahrung und dem gewünschten Ergebnis abgewogen werden.
Die Wachse werden je nach Bedarf
mit Farbstoffen angereichert. Diese sind beispielsweise in Form von
Pigmentplättchen erhältlich und können nach Belieben untergemischt werden.
Möglich ist auch das Verarbeiten
von Wachsresten. Diese werden einfach eingeschmolzen und weiterverwendet.
Natürlich empfiehlt es sich dabei, die Wachsreste zuvor nach Farben zu
sortieren!
Wachs schmelzen im Wasserbad
Um Ihr Wachs zu verflüssigen,
füllen Sie einen Kochtopf etwa zu einem Drittel mit Wasser und bringen sie
dieses auf dem Herd zu köcheln. Nun geben sie Ihr Wachs in ein kleineres,
hitzebeständiges Gefäß, beispielsweise in eine alte Konservendose, und stellen
Sie diese in das heiße Wasser. Halten Sie die Dose am besten mit einer Zange
fest, um zu verhindern, dass sie schwimmt und umkippt und das Wachs sich mit dem
kochenden Wasser vermischt!
Es wird nun eine Weile dauern, bis das Wachs flüssig geworden ist. Erst wenn
keine Brocken mehr vorhanden sind, können sie den Behälter vorsichtig mit der
Zange aus dem Wasserbad nehmen und das Wachs in seine Form gießen.
Eingießen in die Form
Als Form kann so ziemlich alles
herhalten, was eine interessante Kerze verspricht. Alte Dosen, dicke Gläser und
sogar keine Pappschachteln sind hier denkbar. Bei festen Materialien kann es
hilfreich sein, die Form vor dem Gießen etwas einzufetten, damit sich die Kerze
später leichter aus der Form löst. Verwenden Sie aber keine leicht entflammbaren
Öle oder Fette!
Befestigen Sie vor dem Einfüllen
des Wachses den Docht so an der Form, dass er mittig herabhängt. Dazu eignet
sich ein Holzspieß, den Sie quer über die Form legen und an dem Sie den Docht
festknoten.
Kreative Ideen beim Kerzengießen
Beim Kerzengießen müssen Sie sich
keineswegs auf die bekannten Stumpenformen beschränken. Wenn Sie sich ein wenig
in Ihrer Wohnung umsehen, werden Sie sicherlich viele interessante Formen
finden, die sich zum Herstellen von Kerzen eigenen. Wie wäre es zum Beispiel mit
den Sandförmchen Ihrer Kinder? So lassen sich kleine Muscheln oder Blumen
gießen.
Sehr interessante Effekte können
Sie auch erzielen, wenn Sie einige Eiswürfel mit dem Hammer klein schlagen
(wickeln Sie sie dazu am besten in ein Handtuch ein) und diese vor dem Eingeißen
des Wachses in die Form füllen. Wenn Sie nun das heiße Wachs zügig hinzugeben,
schmilzt das Eis und hinterlässt viele kleine Luftlöcher im erstarrenden Wachs.
Allerdings sind diese Kerzen oft eher zur Dekoration geeignet, da sie aufgrund
der Löcher nur schlecht und unruhig brennen.
Die Form, in der die Kerze
gegossen wird, kann natürlich auch Teil des Endergebnisses werden! Gießen Sie
Ihr Wachs doch einmal in ein Sektglas und lassen Sie es nach dem Erkalten gleich
in diesem edlen Behälter!
Zu guter Letzt können Sie bei
Ihren Kerzen zudem verschiedene Farben zum Einsatz bringen. Mit ein wenig Geduld
entstehen so aus mehreren übereinander liegenden Schichten hübsche Ringelformen.
Sie sehen also, die Möglichkeiten
sind schier unbegrenzt! Mit ein wenig Erfahrung werden Sie sicherlich auch viele
eigene Ideen erfolgreich ausprobieren können.
Hier erfahren Sie, wie Sie anschließend ihre fertigen Kerzen noch
weiter verzieren können. |